Australien ist sowohl als Urlaubs- als auch als Auswanderungsland extrem beliebt. Und auch Auslandspraktika werden immer häufiger "down under" absolviert. Allerdings ist es dort eher unüblich, ein Praktikum im Rahmen eines Studiums zu machen. Das macht die Suche nach einem geeigneten Unternehmen nicht unbedingt leichter, denn die Konkurrenz ist groß. Kein leichtes Unterfangen, doch die Mühen sind es wert.
Was die Praktikumssuche betrifft, so gibt es im Grunde zwei Möglichkeiten, diese anzugehen. Zum einen kann man sich die Traumstelle selber suchen. Dafür sollte man viel Zeit einrechnen und ein gutes Nervenkostüm haben. Denn nicht immer findet man auf Anhieb einen Platz, der genau den individuellen Vorstellungen entspricht. Die Konkurrenzsituation auf dem australischen Praktikumsmarkt erschwert die Suche noch zusätzlich, und nicht wenige Suchende haben schon nach einigen Wochen das Handtuch geworfen und sich doch bei einer Vermittlungsagentur angemeldet.
Womit wir bereits bei der zweiten Möglichkeit wären. Es gibt jede Menge Anbieter auf dem Markt, die damit werben, schnell und unkompliziert die richtige Praktikumsstelle zu finden und sich auch sonst um alles Organisatorische zu kümmern. Das klingt verlockend, doch einen Faktor darf man nicht vergessen: Die Kosten. Diese sind zumeist so hoch, dass für viele junge Menschen, deren Geldbeutel sowieso schon durch den Flug und die hohen Lebenshaltungskosten vor Ort arg strapaziert sind diese Möglichkeit erst gar nicht in Frage kommt.
Wer aber das Geld und generell zu wenig Zeit für eine intensive Suche auf eigene Faust hat,
dem sei eine Vermittlungsagentur empfohlen. Die Mitarbeiter dieser Unternehmen kümmern sich
in den meisten Fällen um Visa-Fragen, die Unterkunft, das Praktikum und ausgefallene
Freizeitaktivitäten mit anderen Praktikanten aus der ganzen Welt. Ein Rundum-Sorglos-Paket also,
das kaum Platz für Eventualitäten lässt und ein sehr geringes Maß an Risiko
birgt. Außer, die Organisation geht Pleite und man bekommt die Anzahlung oder ganze Gebühr
nicht zurück. Deshalb sollte man immer darauf achten, einen "Sicherungsschein" zu
bekommen, der einen genau ein solches Desaster ersparen kann.
Ansonsten ist es ratsam, Preise und Leistungen zu vergleichen, denn auch da gibt es Unterschiede.
Eine dritte Möglichkeit soll noch kurz erwähnt werden: Das Praktikum im Rahmen eines Studiums. Dies kann man in Teilzeit oder Vollzeit absolviert werden. Doch der Aufwand ist grundsätzlich nicht viel geringer als bei einer Suche auf eigene Faust oder der Praktikumsvermittlung.
Das kommt einem doch bekannt vor - zu einer australischen Praktikumsbewerbung gehören ein
Anschreiben und ein tabellarischer Lebenslauf. Natürlich auf englisch. Und da fangen die
Probleme oftmals an. Denn Small-Talk kann so gut wie jeder, aber Berufsbezeichnungen oder die
Beschreibung von Fähigkeiten, das ist ein anderes Kaliber. Entweder sollte man die fertigen
Bewerbungsunterlagen von einem Muttersprachler überprüfen lassen oder sich strikt an eine
der zahlreichen Vorlagen halten, die es im Internet zu finden gibt. Diese klingen allerdings oftmals
recht gestelzt und lassen sich nur schwerlich individualisieren. Auf jeden Fall ist korrektes
Englisch unerlässlich für eine erfolgreiche Bewerbung.
Eine Besonderheit gegenüber der deutschen Bewerbung ist die Tatsache, dass grundsätzlich
keine Fotos verschickt werden. Ob es sich um ein K.O.-Kriterium handelt ist schwer zu sagen, doch
verwirrt sind die Personaler in der Regel schon, wenn sie der Bewerber vom Deckblatt aus nett
anlächelt.
