Von Deutschland nach Australien zu telefonieren ist gar kein Problem. Man wählt die Vorwahl 0061 sowie die gewünschte Rufnummer, und schon wird man verbunden. Leider ist ein solches Telefonat nicht nur unkompliziert, sondern auch verdammt teuer. Ein einzelnes, kürzeres Gespräch verkraftet ein durchschnittlicher Geldbeutel ohne weiteres, aber wenn man aus geschäftlichen oder privaten Gründen häufig nach Australien telefonieren muss kann das ganz schön ins Geld gehen. Muss es jedoch nicht.
Im Dschungel der Tarifvielfalt Deutschlands gibt es jede Menge Anbieter, die mit günstigen Gebühren locken. Am besten entscheidet man sich für einen CallbyCall-Anbieter. Dabei sollte man auch auf die Anrufzeit achten, denn die Tarife sind nicht immer gleich hoch. Das Prinzip ist ganz einfach. Der Anrufende wählt zuerst den deutschen CallbyCall-Anbieter, dann die Vorwahl 0061 und schliesslich die Vorwahl ohne Null sowie die Rufnummer. Es kann schon mal vorkommen, dass die Leitungen belegt sind und man nicht durch kommt. In diesem Fall sollte man es einfach später noch einmal probieren.
Im Durchschnitt kostet ein Anruf ins Festnetz etwa fünf Cent, aufs Handy etwa 25 Cent pro Minute. Man sollte jedoch nicht unbedingt den erstbesten Anbieter wählen, den man findet. Eine kleine Recherche lohnt sich auf jeden Fall. Hilfreich können dabei beispielsweise die Preisvergleiche auf www.billiger-telefonieren.de sein.
In Australien gab es früher, ähnlich wie in Deutschland, einen Monopolisten für Telekommunikation, die Telstra (früher Australian Telecom). Wie in Europa auch wurde der Telekommunikationsmarkt dort in den 90er Jahren allerdings dereguliert, was zu einer Wettbewerbsituation und einer großen Tarifvielfalt geführt hat.
Generell gilt: Wer aus Australien nach Deutschland telefonieren möchte muss nicht wie üblich die 0049 vorwählen, sondern die 001149. Für einen solchen Anruf empfiehlt es sich, eine CallingCard wie beispielsweise "Ozcall" zu nutzen. Auf diese Weise kann man die Telefonkosten deutlich reduzieren. Solche Karten gibt es an jedem Kiosk, in Zeitungsläden, Internet Cafes und vielen weiteren Geschäften zu kaufen, und zwar mit verschiedenen Werten von 5 bis 50 A$. Man kann sie praktischerweise sowohl vom Festnetz und der Telefonzelle, als auch vom Handy aus nutzen. Die jeweiligen Gebühen sind auf der Rückseite der Karte aufgelistet.
Die Handhabung ist denkbar einfach. Man rubbelt einfach eine Pin-Number frei, ruft die angegebene Nummer an, gibt die Pin-Nummer ein ("hash key" heisst übrigens "#") und wählt anschließend die jeweilige Rufnummer.
In Telefonzellen muss man übrigens trotz Karte erst einmal 40 Cent einwerfen, in Hostels und Hotels manchmal auch 50 Cent.
Ein guter Tipp für Pechvögel, die aus irgendeinem Grund kein Geld mehr zum Telefonieren besitzen: Die sogenannten Reverse Calls, bei denen der Angerufene zahlt. Man wählt die 00 und sagt, dass man einen Reverse Call z. B. nach Deutschland tätigen möchte. Nachdem man die jeweilige Rufnummer und den Name angegeben hat wird der Angerufene zu Hause gefragt, ob er die Kosten übernimmt. Wenn er zustimmt wird man schließlich verbunden.
