Hat man es geschafft, eines der heiß begehrten Visa zu bekommen und ist ins Land seiner
Träume eingereist fängt der Stress meist erst richtig an.
Wohnungssuche und Jobsuche stehen natürlich an erster Stelle, wenn man nicht schon von
zu Hause aus tätig geworden ist. Für die "obdachlose" Zeit nach der Ankunft
sollte man natürlich Vorkehrungen getroffen haben. Sei es in Form eines Hotels oder Hostels
oder aber einer Unterkunft bei Freunden oder Familienmitglieder.
Bei der Suche nach Unterkunft und Arbeitsplatz kann man sich durchaus an dem orientieren,
was man von zu Hause her kennt. Gute bis sehr gute Englisch-Kenntnisse und ein eloquentes
Auftreten sind gerade bei der Jobsuche wichtige Faktoren.
Auch wenn man Arbeit gefunden hat sollte man sich darauf einstellen, seinen früheren
Lebensstandard um etwa ein Drittel zu reduzieren, denn die Lebenshaltungskosten sind hoch und
die Jobs für ausländische (als unterqualifiziert eingestufte) Arbeitnehmer oftmals
relativ gering bezahlt.
In den ersten zwei Jahren nach der Einwanderung besteht zudem keinerlei Anspruch auf
irgendwelche sozialen Leistungen, auch nicht auf Krankenversicherung. Und die private
medizinische Versorgung ist extrem kostspielig. Wer also in den ersten zwei Jahren in Australien
nicht krank wird kann sich glücklich schätzen.
Wichtig ist natürlich, "down under" ein Konto bei einer Bank zu eröffnen. Ungewohnt für deutsche Einwanderer ist allerdings die Tatsache, dass eine Überziehung nicht möglich ist, was die finanzielle Flexibilität in der ersten Zeit erheblich einschränkt.
Wenn sich die zumeist prekäre Finanzlage nach einiger Zeit beruhigt hat sollte man über die Anschaffung von einem Auto nachdenken, denn Mobilität ist in Australien ein wichtiger Faktor. Wenn man zu zweit ausgewandert ist muss auch über den Kauf eines Zweitwagens nachdenken.
Und nachdem dann auch die letzten Formalitäten geklärt und alle erdorderlichen Anmeldungen erfolgt sind heißt es nur noch: Einleben und den Australian Way of Live genießen.
