Steht das Zielland für den Auslandsaufenthalt einmal fest, ist nun die Auswahl der geeigneten Uni an der Reihe. Hier kommt es stark auf das jeweilige Kursprogramm an und dessen Vereinbarkeit mit dem eigenen Vorlesungskatalog an der Heimatuni. Will man Kurse belegen und sich diese auch anrechnen lassen, sollte es hier größtmögliche Übereinstimmung geben. Wenn man nicht das Glück hat, an einer Uni zu studieren, die Austauschprogramme mit Universitäten im Zielland anbietet, muss auf Alternativen ausgewichen werden. Eine gute Möglichkeit sind hier sogenannte Gastsemester (auch "Open Semester" oder "Study Abroad Programs" genannt). Sie werden nicht nur in Australien, sondern auch in anderen Ländern wie Kanada, Irland, Spanien, Neuseeland und den USA angeboten. Diese Gastsemester zeichnen sich durch ein kurzfristiges und vergleichsweise unkompliziertes Bewerbungsverfahren aus. Außerdem ist eine flexible fach- und semesterübergreifende Kurswahl möglich, was eine spätere Anerkennung an der Heimatuniversität enorm vereinfacht. In Australien ist der Begriff "Study Abroad Program" gebräuchlich.
Bei der Wahl der Studienkurse an der Zieluniversität muss darauf geachtet werden, dass sie sich mit den eigenen noch zu belegenden Fächern decken. Die Auswahl ist groß und Teilnehmer der Study Abroad Programme können auch studiengangübergreifende und fachfremde Kurse wählen. Steht die Anrechnung der Kurse nicht an oberster Stelle der Wunschliste, bietet sich hier die Möglichkeit, in andere Studiengänge "reinzuschnuppern". Sollen die Kurse jedoch angerechnet werden, bietet es sich an, die Kursbeschreibungen vorab dem Hochschullehrer an der Heimatuni vorzulegen und sich die Anerkennung im Vorfeld schriftlich bestätigen zu lassen.
Falls die Heimathochschule keine Austauschprogramme mit dem Wunschland anbietet, steht man bei der Wahl der passenden Uni trotzdem nicht völlig alleine da. Es gibt zahlreiche Anbieter, die reisewillige Studenten bei der Unisuche und dem Bewerbungsprozess unterstützen und sämtliche Fragen beantworten. Hier werden nicht nur Informationen über die Uni, sondern auch rund um das angestrebte Reiseziel geboten. Die Kosten für diese Vermittlungsleistung sind durch die Studiengebühren abgedeckt, da sich die Agenturen ihren Service von der jeweiligen Universität bezahlen lassen. Als Vermittler speziell für Australien sind beispielsweise International Education Services (IES), das Institut Ranke-Heinemann und GOstralia zu nennen. Eine Inanspruchnahme solcher Services minimiert den Aufwand und schließt Fehler im Bewerbungsprozess aus, die zu einer Ablehnung der Bewerbung führen könnten.
