Ein Semester im Ausland zu verbringen ist der Traum vieler Studenten. Dieses Abenteuer sollte sich auch niemand entgehen lassen. Einerseits gehört es in vielen Studienrichtungen bereits zum Standard und ist teilweise auch Bestandteil des Stundenplans, andererseits wird später im Bewerbungsprozess schlichtweg erwartet, dass Auslandserfahrung vorliegt. Außerdem ist es auch eine ganz besondere Lebenserfahrung und prägt ungemein. Ein solcher Aufenthalt wird für vermutlich jeden, der das Abenteuer wagt, eine der aufregendsten Erinnerungen an das Studium bleiben. Neben den vielen verschiedenen neuen Erfahrungen, die man macht und den internationalen Freundschaften, die man schließen kann, werden auch die in der Arbeitswelt so gefragten Soft Skills trainiert. In der Vorbereitung trainiert der abenteuerlustige Studierende seine Organisationsfähigkeiten, demonstriert späteren Personalentscheidern eine Portion Mut und Anpassungsfähigkeit und erwirbt die mittlerweile sehr gefragte und vielfach propagierte interkulturelle Kompetenz. Und ganz nebenbei lernt er oder sie die Landessprache auf eine Art und Weise, die mit Sicherheit sehr viel angenehmer ist als jeder Intensivsprachkurs. Mit der Auswahl des Ziellandes und den ersten Maßnahmen zur Organisation des Aufenthaltes sollte etwa ein Jahr vor der geplanten Abreise begonnen werden.
Der erste Schritt, der bei der Organisation eines Semesters im Ausland zu machen ist, ist die Auswahl des Ziellandes. Hier entscheidet vor allem die Sprache. Wenn man den festen Vorsatz hat, Kurse an der Gastuniversität zu belegen und auch abzuschließen, sollte man in der jeweiligen Unterrichtssprache ein entsprechendes Grundniveau haben, um den Vorlesungen folgen zu können. Außerdem erleichtert es die Organisationsarbeit im Vorfeld und auch den Anfang im neuen Lebensumfeld, wenn zumindest gute Kenntnisse der Sprache vorliegen. Die Lernkurve ist auch so schon trotz einer recht guten Beherrschung der Landessprache während der ersten Wochen ohnehin enorm.
Aus diesen Gründen entscheiden sich viele Studenten für ein Studium im englischsprachigen Ausland. Zur Perfektionierung der eigenen Englischkenntnisse ist dies sicher von Vorteil. Es werden zwar zunehmend auch weitere Fremdsprachenkenntnisse bei einer späteren Bewerbung um einen Job gern gesehen, verhandlungssicheres Englisch ist jedoch häufig ein Muss. Und dies kann man mit einem Universitätsbesuch im englischsprachigen Ausland sehr gut trainieren. Wenn jetzt die Entscheidung für den englischen Sprachraum gefallen ist, muss nun noch ein konkretes Land favorisiert werden. Wem Europa zu nah ist und Amerika zu durchschnittlich, der liegt mit einer Entscheidung für Australien richtig. Das Land der Kängurus und Koalas bietet ein Maximum an Exotik, bei doch recht ähnlichen Wertvorstellungen und westlicher Lebensweise und hat den nahezu größtmöglichen räumlichen Abstand zur Heimatuniversität. Abwechslung ist hier also garantiert.
